Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Analytischer Überblick über digitale Zahlungsmethoden bei Wettanbietern in Deutschland

Die besten Wettanbieter mit Kreditkarte 2026 sind zehn Buchmacher, die Visa oder Mastercard für Sportwetten in Deutschland akzeptieren, doch die GGL-Lizenz kostet 5,3 % Wettsteuer und ein LUGAS-Limit von 1.000 € pro Monat über alle Anbieter hinweg, während zwei nicht-lizenzierte Alternativen höhere Quoten ohne Rechtsschutz und ohne Chargeback-Anspruch bieten. Kreditkarten bringen Komfort gegen 5,3 % Steuer, den 1.000-€-LUGAS-Deckel und 3D-Secure-Reibung bei Live-Wetten, während Offshore-Buchmacher bessere Quoten ohne Chargeback-Schutz nach BGH-Rechtsprechung liefern. Ein Quotenschlüssel von 92–96 % bei GGL-Anbietern kostet 20–60 € mehr pro 1.000 € Umsatz als die 97–98 % effektiv bei Betfair Exchange, und die 3D-Secure-Pflicht verzögert jede Einzahlung um 15–30 Sekunden — bei volatilen Live-Quoten oft zu langsam. Der BGH-Beschluss XI ZR 515/21 bedeutet keine Erstattungspflicht der Bank für Kreditkartenzahlungen an nicht-lizenzierte Anbieter, Chargeback als Rückversicherung entfällt.

Zehn Buchmacher mit Kreditkarte — was nach Steuer, Limit und Auszahlungsdauer übrig bleibt

Zehn Buchmacher stehen in Deutschland bereit, die Visa oder Mastercard für Sportwetten akzeptieren. Acht davon laufen unter GGL-Aufsicht mit allen rechtlichen Garantien, zwei operieren ohne deutsche Lizenz und damit ohne Spielerschutz-Anbindung, aber mit spürbar besseren Quoten. Die Frage ist nicht nur, wer die Karte nimmt, sondern was nach Wettsteuer, LUGAS-Limit und Auszahlungsverzögerung beim Wettenden ankommt. Ein 10-€-Schein auf Quote 2,00 bringt bei einem GGL-Anbieter 18,94 € nach Steuer, offshore 20,00 €. Über hundert Wetten summiert sich das auf mehr als 100 € Differenz.

Die acht lizenzierten Anbieter unterscheiden sich erheblich in Mindesteinzahlung, Auszahlungsgeschwindigkeit und Bonusbedingungen. Bet365 lässt ab 5 € einzahlen, Tipico und die meisten anderen verlangen 10 €, während Interwetten mindestens 30 € für eine Auszahlung fordert. Bet3000 zahlt binnen 24 Stunden auf Visa aus, die schnellste Abwicklung im GGL-Feld, während andere bis zu fünf Werktage brauchen. Mastercard-Auszahlungen funktionieren bei Bwin und Bet3000 gar nicht, dort muss die Rücküberweisung den Umweg über die Bankverbindung nehmen. Leonbet und 20Bet umgehen als nicht-lizenzierte Anbieter die 5,3 % Wettsteuer und das anbieterübergreifende 1.000-€-LUGAS-Limit, verlieren dafür aber jeden Rechtsschutz — ein BGH-Urteil bestätigt, dass Banken Kreditkartenzahlungen an solche Buchmacher nicht erstatten müssen.

Betreiber Lizenz Mindesteinzahlung Auszahlungsdauer Bonus Alleinstellungsmerkmal
bet365 GGL Deutschland 5 € Visa 1–5 Werktage, Mastercard wenige Stunden bis 2 Werktage Bis zu 100 € in Wett-Credits Größte Live-Streaming-Bibliothek und tiefste Wettmärkte
Tipico GGL Deutschland 10 € Visa 1–5 Werktage, Mastercard wenige Stunden 100 % bis 100 €, 10× Umsatz Marktführer Deutschland, Bundesliga-Sponsor
Interwetten GGL Deutschland 10 € Visa/Mastercard 1–3 Werktage 100 % bis 100 €, 5× Umsatz in 5 Schritten Ältester deutschsprachiger Online-Buchmacher
Bwin GGL Deutschland 10 € Visa 4 Stunden bis 2 Werktage, Mastercard keine Auszahlung 100 % bis 100 € Größtes Live-Stream-Portfolio unter GGL-Anbietern
Betano GGL Deutschland 5 € Visa/Mastercard 1–4 Werktage 100 % bis 80 € plus 20 € Freiwette Bester Allrounder, transparente Bonus-Bedingungen
Merkur Bets GGL Deutschland 10 € Kreditkarte 1–5 Werktage 100 % bis 100 €, 10× Umsatz ab Quote 1,80 Gauselmann-Konzern, Kombiwetten steuerfrei
NEO.bet GGL Deutschland 10 € Visa/Mastercard binnen 24 Stunden 100 % bis 100 € oder 200 % bis 50 € Beste Wett-App, 100 Tage Umsatzzeit
Bet3000 GGL Deutschland 10 € Visa binnen 24 Stunden, Mastercard keine Auszahlung 200 % auf Ersteinzahlung Schnellste Kreditkarten-Auszahlung im GGL-Feld
Leonbet Curaçao 10 € Kreditkarte 1–3 Werktage 100 % bis 500 €, 15× Umsatz Höchste Quoten, bis zu 2.000 Wettoptionen pro Bundesligaspiel
20Bet Curaçao 10 € Kreditkarte 1–3 Werktage 100 % bis 100 €, vorab 5× umsetzen Umfangreichster Krypto-Support, Copy-Bets-Feature

Der Quotenschlüssel entscheidet, wie viel Umsatz als Marge beim Buchmacher bleibt. Interwetten arbeitet mit 92 bis 93 % auf Top-Fußball, bet365 und Tipico liegen bei 94 bis 95 %, Betano und Merkur Bets erreichen 95 bis 96 %. Leonbet kommt auf 96 bis 97 %, in Einzelfällen mit Quotenboost auf 98 %. Über tausend Euro Wettumsatz kostet der schlechteste GGL-Anbieter den Spieler rechnerisch 70 bis 80 € durch die Marge, der beste GGL-Anbieter 40 bis 50 €, Leonbet 30 bis 40 €. Die Wettsteuer von 5,3 % bei lizenzierten Anbietern kommt obendrauf und schlägt mit 53 € pro tausend Euro Umsatz zu Buche. Ein Wettender, der bei Interwetten statt bei Leonbet setzt, zahlt zusammengerechnet 90 bis 100 € mehr pro tausend Euro — das ist keine theoretische Rechnung, sondern die Differenz, die eine Bankroll über eine Saison tatsächlich schrumpfen lässt.

Bet365 dominiert bei der Markttiefe mit Tausenden Live-Streams, die ab 0,20 € Guthaben kostenlos laufen, und bietet mehr Wettmärkte pro Spiel als jeder andere lizenzierte Anbieter. Tipico hält den größten Marktanteil in Deutschland und das dichteste Filialnetz, zahlt aber Value-Bettor schnell auf Minimaleinsätze herunter. Betano verbindet fairen Quotenschlüssel mit transparenten Bonusbedingungen und einer preisgekrönten App. NEO.bet hebt sich durch 100 Tage Umsatzzeit und die schnellste App im aktuellen Ranking ab. Leonbet liefert die besten Quoten im gesamten Feld, verlangt dafür den Verzicht auf jede Regulierung: kein OASIS-Abgleich, kein LUGAS-Limit, kein Chargeback-Recht nach der BGH-Rechtsprechung vom Beschluss XI ZR 515/21.

Welche Wettanbieter akzeptieren Kreditkarte?

Alle zehn hier verglichenen Buchmacher nehmen Visa für Einzahlungen. Mastercard funktioniert ebenso bei allen zehn für die Einzahlung, Auszahlungen auf Mastercard verweigern jedoch Bwin und Bet3000, dort läuft die Rückzahlung über Banküberweisung. Diners Club akzeptiert nur Bwin. Schnellste Auszahlung liefert Bet3000 mit 24 Stunden auf Visa, langsamste bet365 mit bis zu fünf Werktagen.

Visa, Mastercard, Diners — welche Karte funktioniert wo und unter welchem Namen

Die Auszahlungsdauer ist nur die halbe Wahrheit bei der Kartenwahl, denn nicht jeder Wettanbieter mit Kreditkarte zahlt auf dieselbe Karte zurück, mit der eingezahlt wurde. Visa läuft bei allen zehn Buchmachern in beide Richtungen: Einzahlung wie Auszahlung ohne Einschränkung. Mastercard dagegen funktioniert zwar überall für die Einzahlung, bei Bwin und Bet3000 jedoch nicht für die Rückzahlung — dort ersetzt die Banküberweisung die Karte, was ein bis zwei Werktage zusätzlich kostet. Diners Club akzeptiert ausschließlich Bwin, alle anderen neun Anbieter führen diese Karte gar nicht erst im Zahlungsmenü.

Bei einer Mastercard-Einzahlung auf Bwin oder Bet3000 kommt der Gewinn per SEPA-Überweisung auf dem Bankkonto an. Das bedeutet keine zusätzliche Gebühr, aber eben jene Verzögerung, die Visa-Nutzer nicht kennen. Bet3000 schafft 24 Stunden auf Visa, mit Mastercard-Einzahlung und Bankauszahlung werden daraus zwei bis drei Werktage. Bwin liegt bei zwei bis drei Tagen auf Visa, mit Banküberweisung dehnt sich das auf vier bis fünf Tage. Die Mastercard-Auszahlungssperre betrifft ausschließlich diese beiden Anbieter; bei bet365, Tipico, Interwetten, Betano, Merkur Bets, NEO.bet sowie den beiden nicht-lizenzierten Alternativen Leonbet und 20Bet zahlt Mastercard in beide Richtungen.

Diners Club spielt keine Rolle. Bwin listet die Karte, doch faktisch nutzt sie in Deutschland kaum jemand für Sportwetten — die Verbreitung ist gering, die Akzeptanz minimal, und Inhaber einer Diners verfügen in der Regel auch über eine Visa oder Mastercard. American Express fehlt komplett: Keiner der zehn Buchmacher führt Amex im Zahlungsportfolio, weder für Ein- noch für Auszahlungen. Das liegt an den höheren Interchange-Gebühren, die Amex den Händlern berechnet, und an der geringen Verbreitung im deutschen Wettmarkt.

Im Einzahlungsmenü stehen die Karten unter ihrem eigenen Namen: Visa, Mastercard und Diners — keine Prozessornamen, keine Bankenlogos, nur die Kartenmarke selbst. Der Buchmacher leitet die Transaktion über einen Payment Service Provider, doch dem Wettenden wird lediglich „Visa“ oder „Mastercard“ angezeigt. Nach Kartennummer, Ablaufdatum, Prüfziffer und 3D-Secure-Authentifizierung läuft die Einzahlung in fünf bis dreißig Sekunden durch, je nachdem, wie schnell die kartenausgebende Bank die Zwei-Faktor-Bestätigung freigibt. Steht Visa und Mastercard gleichermaßen zur Verfügung, fällt die Entscheidung auf Visa — diese Karte funktioniert überall auch für die Auszahlung und spart im Zweifelsfall zwei Tage Wartezeit.

Regulatorischer Rahmen für Kreditkartenzahlungen bei lizenzierten Wettanbietern
GGL-Lizenz und LUGAS-Datei bestimmen, wie Kreditkarten bei deutschen Buchmachern funktionieren

GGL-Lizenz, LUGAS-Datei und BGH-Urteil — was Kreditkartenzahler rechtlich wissen müssen

Ob Kreditkarten-Wetten in Deutschland legal sind, hängt davon ab, welchen Buchmacher man wählt. Acht der zehn aufgeführten Anbieter arbeiten mit GGL-Lizenz und damit unter vollständiger staatlicher Aufsicht — Visa und Mastercard funktionieren dort uneingeschränkt, die Wettgewinne unterliegen deutschem Recht, und die Bank blockiert die Zahlungen nicht. Zwei weitere Anbieter operieren ohne deutsche Lizenz, mit Genehmigungen aus Curaçao, und bewegen sich in der Grauzone: Kreditkartenzahlungen laufen technisch durch, doch die Rechtsposition des Wettenden ist schwach. Der Bundesgerichtshof hat mit Beschluss XI ZR 515/21 klargestellt, dass Banken Zahlungen an nicht-lizenzierte Anbieter nicht zurückerstatten müssen. Die Chargeback-Funktion, die bei Visa und Mastercard sonst eine Rückversicherung darstellt, entfällt.

Lizenzierte Buchmacher unter GGL-Aufsicht

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder beaufsichtigt acht Buchmacher im Vergleich: bet365, Tipico, Interwetten, Bwin, Betano, Merkur Bets, NEO.bet und Bet3000. Eine Kreditkarteneinzahlung bei diesen acht Anbietern bedeutet, sich den Bedingungen des Glücksspielstaatsvertrags 2021 zu unterwerfen — und die sind konkret messbar. Die Wettsteuer beträgt 5,3 % auf jeden Einsatz, das LUGAS-Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € im Monat über alle GGL-Anbieter zusammengerechnet, und jeder Spieler wird in der OASIS-Sperrdatei geführt. Ein Selbstausschluss bei einem der acht Buchmacher greift automatisch bei allen anderen GGL-Anbietern — die Datenbank synchronisiert sich in Echtzeit. Der Preis dieser Aufsicht liegt auf der Hand: niedrigere Nettogewinne durch die Steuer, ein monatliches Ausgabenlimit unabhängig von der eigenen Einschätzung, und eine zentrale Erfassung jeder Wettaktivität.

Die rechtliche Gegenleistung besteht aus drei Punkten. Erstens greift der gesetzliche Spielerschutz: Limits, Selbstsperren und Realitätschecks sind verpflichtend, nicht optional. Zweitens unterliegen Streitigkeiten deutschem Zivilrecht, Gewinnansprüche sind einklagbar, und die Aufsichtsbehörde kann bei Verstößen einschreiten. Drittens funktioniert das Chargeback-Verfahren bei Visa und Mastercard ohne Einschränkung — wer eine nicht autorisierte Abbuchung oder eine doppelte Belastung reklamiert, erhält sein Geld von der Bank zurück, solange die Reklamation binnen der üblichen Fristen erfolgt. Die Lizenz macht den Buchmacher zu einem regulären Vertragspartner, dessen Zahlungen die Bank wie jede andere Händlertransaktion behandelt.

Nicht-lizenzierte Anbieter und die Grauzone

Leonbet und 20Bet halten Lizenzen aus Curaçao, nicht aus Deutschland. Beide akzeptieren Kreditkarten deutscher Spieler, beide liefern höhere Quoten ohne Wettsteuer, und beide arbeiten ohne OASIS-Anbindung und ohne LUGAS-Limit. Die Einzahlung per Visa oder Mastercard gelingt bei vielen Banken — aber nicht bei allen, denn manche Institute blockieren Transaktionen an Buchmacher ohne GGL-Lizenz präventiv. Ob die Karte durchgeht, hängt vom Risikomodell der kartenausgebenden Bank ab, nicht vom Buchmacher selbst. Geht die Zahlung durch, steht das Guthaben sofort zur Verfügung. Was fehlt, ist die rechtliche Absicherung.

Der Bundesgerichtshof hat mit Beschluss XI ZR 515/21 entschieden, dass Banken Kreditkartenzahlungen an nicht-lizenzierte Wettanbieter nicht erstatten müssen, selbst wenn der Spieler die Zahlung später bereut oder anfechten will. Das Chargeback-Recht bleibt formal bestehen — Visa und Mastercard bieten den Mechanismus weiterhin an —, doch die Bank kann die Rückforderung ablehnen, wenn der Wettende die Transaktion selbst autorisiert hat. In der Praxis bedeutet das: Eine doppelte Abbuchung oder eine technisch fehlerhafte Belastung lässt sich noch reklamieren, aber eine Zahlung, die man aus eigenem Entschluss an einen Buchmacher ohne deutsche Lizenz geleistet hat, gilt als endgültig. Der Schutz, den Kreditkarten bei Bestellungen im Onlinehandel bieten, greift hier nicht mehr.

Dazu kommt die Abwesenheit jeder Spielerschutzmechanik. Ohne OASIS-Zugang kann sich ein Spieler nicht zentral sperren lassen — wer bei einem GGL-Anbieter ausgeschlossen ist, bleibt bei Leonbet und 20Bet spielberechtigt. Ohne LUGAS-Datei entfällt das 1.000-€-Limit, und ohne Aufsicht durch die GGL gibt es keine Instanz, die Beschwerden nachgeht oder Verstöße sanktioniert. Die höheren Quoten erkauft man sich mit einem vollständigen Verzicht auf Rechtsschutz. Streitigkeiten landen vor Gerichten in Curaçao, wo deutsches Verbraucherrecht nicht greift.

Kriterium GGL-lizenziert Grey Market (Curaçao)
Rechtsschutz Deutsches Zivilrecht, einklagbare Ansprüche Curaçao-Gerichtsbarkeit, kein deutsches Verbraucherrecht
OASIS-Sperre Verpflichtend, anbieterübergreifend Keine Anbindung, keine zentrale Selbstsperre
LUGAS-Limit 1.000 € pro Monat über alle Anbieter Kein Limit
Wettsteuer 5,3 % auf jeden Einsatz Keine Steuer
Chargeback-Recht Uneingeschränkt bei autorisierten Zahlungen BGH-Beschluss XI ZR 515/21: Bank kann Rückerstattung ablehnen

Die Tabelle zeigt, wofür die GGL-Lizenz steht und was man ohne sie verliert. Höhere Nettogewinne durch den Wegfall der Steuer stehen einer rechtlichen Position gegenüber, die bei Streit oder Manipulation keinen Halt bietet.

Sind Wettanbieter mit Kreditkarte in Deutschland überhaupt legal?

Ja, sofern der Buchmacher eine GGL-Lizenz hält. Acht der zehn Anbieter im Vergleich arbeiten unter deutscher Aufsicht, akzeptieren Visa und Mastercard ohne rechtliche Einschränkung und unterliegen vollständig dem Glücksspielstaatsvertrag 2021. Zwei Anbieter ohne GGL-Lizenz bewegen sich in der Grauzone.

Warum lehnt meine Bank Zahlungen an manche Wettanbieter grundsätzlich ab?

Viele Banken blockieren Kreditkartenzahlungen an Buchmacher ohne deutsche Lizenz präventiv, um Rückforderungsrisiken zu vermeiden. Der BGH-Beschluss XI ZR 515/21 stärkt diese Praxis: Die Bank muss Zahlungen an nicht-lizenzierte Anbieter nicht erstatten, selbst wenn der Kunde später reklamiert. Ob die Karte funktioniert, hängt vom Risikoprofil des Kartenausstellers ab.

Ablauf einer Einzahlung beim Wettanbieter über digitale Zahlungsmethode
Vier Klicks von der Zahlungsauswahl bis zur fertigen Einzahlung — so läuft der Prozess ab

Einzahlung Schritt für Schritt — von der Karteneingabe bis zur Wettschein-Freigabe

Ablauf der Einzahlung mit 3D Secure

Die Einzahlung per Kreditkarte bei Sportwetten durchläuft seit der PSD2-Richtlinie eine zusätzliche Authentifizierungsstufe, die jede Transaktion absichert, aber auch verlangsamt. Nach dem Klick auf Kreditkarte als Zahlungsmittel folgt im Wettkonto zunächst die Eingabe von Kartennummer, Ablaufdatum und Prüfziffer. Der Buchmacher leitet die Anfrage an die Bank weiter, die eine Bestätigung per SMS, App-Freigabe oder biometrischer Erkennung fordert. Erst nach dieser Verifizierung wird das Guthaben gutgeschrieben. Der gesamte Ablauf kostet 15 bis 30 Sekunden pro Einzahlung — bei volatilen Live-Quoten oft zu langsam, E-Wallets sind schneller.

  1. 1

    Kartendaten im Einzahlungsformular eintragen: die 16-stellige Kartennummer, das Ablaufdatum im Format MM/JJ und die dreistellige Prüfziffer von der Rückseite.

  2. 2

    Einzahlungsbetrag eingeben und die Transaktion im Buchmacher-Interface bestätigen. Der Anbieter prüft die Kartendeckung und leitet die Anfrage an die ausgebende Bank weiter.

  3. 3

    Weiterleitung zur 3D-Secure-Seite der Bank, die in einem neuen Fenster oder direkt in der Buchmacher-Oberfläche erscheint. Hier wird die Identität abgefragt.

  4. 4

    Authentifizierung durch Eingabe eines SMS-Codes, Freigabe in der Banking-App oder biometrische Bestätigung per Fingerabdruck. Ohne diese Freigabe scheitert die Zahlung.

  5. 5

    Rückkehr zur Buchmacher-Seite mit Bestätigung der erfolgreichen Einzahlung. Das Guthaben steht sofort zur Verfügung, der Wettschein kann platziert werden.

Diese Sicherheitsstufe ist bei allen GGL-lizenzierten Anbietern Pflicht und lässt sich nicht umgehen. Wer häufig auf kurzfristige Quotenbewegungen setzt, stößt an eine technische Grenze: Während der Authentifizierung kann sich die Quote ändern oder ganz verschwinden. Bei Vorrunden-Wetten auf den nächsten Tag spielt die Verzögerung keine Rolle, bei Live-Märkten in der Nachspielzeit ist sie spürbar.

Auszahlung auf Kreditkarte — Visa schneller als Mastercard

Die Auszahlung läuft in umgekehrter Richtung, braucht aber deutlich länger als die Einzahlung. Der Buchmacher prüft zunächst die Identität und gleicht die Kreditkartendaten mit denen der ursprünglichen Einzahlung ab, um Geldwäsche-Vorschriften zu erfüllen. Danach wird der Betrag an die kartenausgebende Bank überwiesen, die ihn auf das Kreditkartenkonto bucht. Visa-Transaktionen erscheinen typischerweise nach zwei bis fünf Werktagen, Mastercard benötigt drei bis sieben Tage. Der Unterschied liegt in den internen Clearing-Prozessen der Kartennetzwerke, nicht am Buchmacher.

Eine Auszahlung auf eine andere Karte als die für die Einzahlung verwendete wird aus Compliance-Gründen abgelehnt. Eine Visa-Einzahlung mit späterer Mastercard-Auszahlung führt zur Fehlermeldung. Die Alternative ist die Banküberweisung, die bei den meisten Anbietern parallel zur Kreditkarte verfügbar ist und eine Bearbeitungszeit von ein bis drei Werktagen hat — bei manchen Buchmachern schneller als Mastercard, aber langsamer als Visa.

Visa vs. Mastercard im Direktvergleich

Beide Karten funktionieren bei allen zehn hier betrachteten Buchmachern für Einzahlungen, doch bei Auszahlungen zeigt sich eine Lücke: Einige Anbieter unterstützen Visa-Rückzahlungen, lehnen aber Mastercard ab und verweisen auf Banküberweisung oder E-Wallet. Die 3D-Secure-Anforderung gilt für beide Netzwerke gleichermaßen, ebenso die Mindesteinzahlungsbeträge, die zwischen 5 und 10 € liegen. Der praktische Unterschied liegt in der Auszahlungsgeschwindigkeit und der Akzeptanzbreite bei Rückbuchungen.

Merkmal Visa Mastercard
Akzeptanz Einzahlung alle zehn Anbieter alle zehn Anbieter
Akzeptanz Auszahlung neun von zehn Anbietern sechs von zehn Anbietern
typische Auszahlungsdauer 2–5 Werktage 3–7 Werktage
3D-Secure-Anforderung ja, bei jeder Einzahlung ja, bei jeder Einzahlung

Visa ist die zuverlässigere Wahl, wenn Auszahlungsgeschwindigkeit zählt. Mastercard-Inhaber sollten vor der ersten Einzahlung prüfen, ob der gewählte Buchmacher Rückzahlungen auf diese Karte unterstützt, oder von vornherein ein zweites Auszahlungsmittel hinterlegen. Wer beide Karten besitzt, zahlt mit Visa ein und spart im Schnitt zwei Tage Wartezeit bei der Auszahlung. Die Gebührenstruktur ist identisch: Keiner der zehn Anbieter erhebt eine Einzahlungsgebühr für Kreditkarten, und Auszahlungsgebühren fallen nur bei einigen wenigen Buchmachern an, unabhängig vom Kartennetzwerk.

Wie lange dauert eine Auszahlung mit Visa oder Mastercard beim Wettanbieter?

Visa-Auszahlungen benötigen zwei bis fünf Werktage, Mastercard drei bis sieben. Die Dauer hängt vom Clearing-Prozess der kartenausgebenden Bank ab, nicht vom Buchmacher selbst, der die Zahlung meist innerhalb von 24 Stunden freigibt.

Kann ich mit Kreditkarte einzahlen und mir per Banküberweisung auszahlen lassen?

Ja, alle GGL-lizenzierten Anbieter erlauben den Methodenwechsel zwischen Einzahlung und Auszahlung. Nach einer Einzahlung per Kreditkarte ist die Auszahlung per Banküberweisung möglich, dafür muss allerdings ein Bankkonto im Profil hinterlegt und verifiziert sein.

5 € Mindesteinzahlung bis 1.000 € LUGAS-Deckel — was die Limits praktisch bedeuten

Die Grenze nach unten liegt zwischen 5 und 10 €, je nach Buchmacher. Damit wird der Einstieg für gelegentliche Wetter erschwinglich, während das regulatorische Maximum bei 1.000 € endet — nicht pro Anbieter, sondern insgesamt. Diese Schere zwischen technischer Möglichkeit und gesetzlicher Obergrenze prägt den Alltag deutscher Kreditkartenwetter deutlich stärker als die Kartenlimits selbst.

Das LUGAS-Limit von 1.000 € gilt anbieterübergreifend über alle GGL-Buchmacher hinweg. Bei 400 € Einzahlung Tipico, 300 € bet365 und 200 € Bwin sind 900 € verbraucht, der Puffer beträgt noch 100 € — für den laufenden Monat, über alle lizenzierten Plattformen zusammengerechnet. Die Kreditkarte selbst kennt kein Wett-Limit; Visa und Mastercard verarbeiten Transaktionen nach den Vereinbarungen mit der Bank, nicht nach Glücksspielrecht. Das regulatorische Deckel liegt also unterhalb dessen, was die Zahlungsmethode technisch zulässt.

Eigenmächtig lässt sich die 1.000-€-Grenze nicht überschreiten. Eine Anhebung ist ausschließlich direkt bei der GGL zu beantragen, nicht beim Wettanbieter: Wer sich mit einem höheren Limit an den Support von Tipico oder bet365 wendet, wird an die Behörde verwiesen. Betroffen sind alle zehn GGL-Anbieter im Vergleich, von bet365 über Tipico bis Bet3000. Die beiden nicht-lizenzierten Alternativen — Leonbet und 20Bet — unterliegen keiner LUGAS-Datei und setzen eigene Limits, verlieren dafür aber Rechtsschutz und Chargeback-Anspruch nach BGH-Rechtsprechung.

High-Stakes-Wetter finden unter GGL-Aufsicht keinen Platz. Ein monatlicher Umsatz von 1.000 € reicht für durchschnittlich 50 Wetten zu je 20 € oder 100 Wetten zu 10 € — bei konservativer Bankroll-Verwaltung mit 2 bis 5 % Einsatz pro Wettschein entspricht das einer Bankroll von 20.000 bis 50.000 €, die in Deutschland regulatorisch nicht bespielt werden kann. VIP-Programme existieren daher nur dem Namen nach: Ohne die Möglichkeit, nennenswerte Umsätze zu generieren, bleibt der Status Dekoration ohne wirtschaftliche Substanz.

Die Mindesteinzahlung von 5 bis 10 € schützt den Anbieter vor Kleinstbeträgen, die in der Transaktionsabwicklung mehr kosten als sie einbringen. Für den Wetter bedeutet das: Einzahlungen unter 10 € sind möglich, aber selten sinnvoll, wenn die Wettsteuer von 5,3 % und ein Quotenschlüssel von 94 bis 96 % ohnehin an der Marge nagen. Ein Start mit 5 € und drei Wetten zu je 1,50 € führt nach Steuerabzug zu Restbeträgen, bei denen jede verlorene Wette überproportional ins Gewicht fällt.

Bonusangebote mit Kreditkarte — Rechnung statt Werbeversprechen

Bonusangebote gehören zum festen Repertoire der Buchmacher, und die Zahlungsart spielt dabei keine Rolle — wer per Kreditkarte einzahlt, erhält die gleichen Konditionen wie der Nutzer einer Banküberweisung oder eines E-Wallets. Die Frage ist nicht, ob ein Bonus mit der Karte funktioniert, sondern was nach Umsatzbedingungen, Wettsteuer und Quotenschlüssel davon übrig bleibt. Beworben wird ein „100-€-Bonus“, und diese Zahl klingt konkret — die Rechnung dahinter endet bei einem deutlich kleineren Betrag.

Ein typisches Angebot liest sich so: 100 € Bonusguthaben, 10-facher Umsatz bei einer Mindestquote von 1,50. Das bedeutet 1.000 € Wettumsatz, bevor eine Auszahlung möglich wird. Bei einem durchschnittlichen Quotenschlüssel von 95 % und der Wettsteuer von 5,3 % schrumpft der Erwartungswert auf 35 bis 45 € netto — nicht die beworbenen 100 €. Die Differenz verschwindet in der Marge des Buchmachers und in der Abgabe an den Fiskus. Bleiben die Bedingungen unerfüllt, verfällt das Bonusguthaben komplett; werden sie erfüllt, steht dahinter Arbeit und kein Geschenk.

Die Wettsteuer wirkt bei jedem einzelnen Schein. Bei 10 € Einsatz auf Quote 2,00 zahlt ein GGL-Anbieter 18,94 bis 19,00 € aus, je nachdem, ob der Buchmacher die Steuer vor oder nach der Quotenberechnung abzieht. Beim nicht-lizenzierten Anbieter ohne deutsche Abgabepflicht stehen 20,00 € auf dem Konto. Das klingt nach Centbeträgen. Über 100 Wetten summiert sich die Differenz auf rund 100 €, über 500 Wetten auf 500 €. Ein Vielwetter spürt das.

Die folgende Tabelle zeigt, welche Gebühren die zehn Anbieter auf Kreditkartentransaktionen und Wettabgaben erheben. Der Wettsteuer-Abzug ist der Posten, der das Ergebnis jeder Wette verändert, während Transaktionsgebühren bei diesen Buchmachern in der Regel nicht anfallen.

Betreiber Wettsteuer-Abzug Einzahlungsgebühr Auszahlungsgebühr Inaktivitätsgebühr
bet365 5,3 % 0 € 0 € nach 12 Monaten möglich
Tipico 5,3 % 0 € 0 € nach 12 Monaten möglich
Interwetten 5,3 % 0 € 0 € nach 12 Monaten möglich
Bwin 5,3 % 0 € 0 € nach 12 Monaten möglich
Betano 5,3 % 0 € 0 € nach 12 Monaten möglich
Merkur Bets 5,3 % 0 € 0 € nach 12 Monaten möglich
NEO.bet 5,3 % 0 € 0 € nach 12 Monaten möglich
Bet3000 5,3 % 0 € 0 € nach 12 Monaten möglich
Leonbet 0 % 0 € 0 € Bedingungen variieren
20Bet 0 % 0 € 0 € Bedingungen variieren

Die acht GGL-lizenzierten Buchmacher führen die Wettsteuer von 5,3 % ab, während Leonbet und 20Bet als nicht-lizenzierte Anbieter diese Abgabe nicht erheben. Einzahlungs- und Auszahlungsgebühren für Kreditkartentransaktionen entfallen bei allen zehn Anbietern, sodass die Wettsteuer das zentrale Kostenkriterium bleibt. Inaktivitätsgebühren können nach längerer Kontoruhephase anfallen, betreffen aber die Kontoführung, nicht die Zahlungsart.

Bonusannahme sollte als Arbeitsauftrag verstanden werden, nicht als Geschenk. Die Umsatzbedingungen sind so kalkuliert, dass der Buchmacher im statistischen Mittel mehr behält, als er ausgibt. Ein Bonus ohne Bedingungen existiert nicht. Manche Wetter verzichten daher bewusst auf Bonusangebote und zahlen stattdessen ein, was sie tatsächlich einsetzen wollen, ohne sich an Rollover-Vorgaben zu binden. Das ist keine Verweigerungshaltung, sondern eine Rechnung.

Von Bundesliga bis NBA — welche Sportarten die Kreditkarten-Buchmacher abdecken

Fußball dominiert das Angebot, unabhängig davon, ob der Buchmacher unter GGL-Aufsicht steht oder eine Offshore-Lizenz führt. Unterschiede zeigen sich bei Randsportarten, Esport-Märkten und der Tiefe des Wettangebots innerhalb einer Liga. Kreditkartennutzer finden bei allen zehn Anbietern Zugang zu den großen europäischen Ligen, doch die Märkte pro Spiel und die Verfügbarkeit von Nischensportarten klaffen auseinander. GGL-lizenzierte Buchmacher unterliegen strengeren Vorgaben bei der Marktzulassung, während Anbieter mit Curaçao-Lizenz ein breiteres, teils exotischeres Portfolio führen. Die Kreditkarte selbst spielt dabei keine Rolle für die Sportauswahl — sie ist lediglich das Werkzeug, um auf das zu setzen, was der jeweilige Anbieter freigibt.

Fußball

Bundesliga, Premier League, La Liga, Serie A und Ligue 1 gehören zum Standardrepertoire. Jeder der zehn Anbieter deckt diese Ligen ab, ebenso die UEFA Champions League und die Europa League. Unterschiede entstehen in der Markttiefe: Während bet365, Bwin und Interwetten mehrere hundert Wettoptionen pro Spiel anbieten, darunter Torschützen, Eckbälle, Karten und Halbzeitergebnisse, beschränken sich kleinere GGL-Anbieter wie NEO.bet oder Bet3000 auf die gängigsten Märkte. Tipico und Merkur Bets positionieren sich dazwischen — solide Abdeckung der Hauptmärkte, ohne in jede Spezialnische vorzudringen.

Europameisterschaften und Weltmeisterschaften bringen vorübergehend zusätzliche Märkte, doch nach dem Turnier schrumpft das Angebot auf die übliche Breite zurück. Offensive Kombinationswetten — etwa Torschütze trifft, Mannschaft gewinnt, über 2,5 Tore in einem einzigen Schein — sind bei Betano, Bwin und bet365 häufiger konstruierbar als bei kleineren Anbietern. Die Lizenz spielt hier eine untergeordnete Rolle; die Markttiefe hängt eher vom Betreiber und seiner technischen Infrastruktur ab. Leonbet und 20Bet bieten ähnliche Fußballmärkte wie die GGL-Konkurrenz, verzichten aber auf die OASIS-Selbstausschluss-Integration und unterliegen keinem LUGAS-Limit.

Esport und Digitalsport

Counter-Strike, League of Legends und Dota 2 finden sich bei den meisten Anbietern, doch die Markttiefe variiert erheblich. Bet365 und Bwin führen Live-Märkte für CS:GO-Matches mit Karten- und Rundenwetten, während kleinere GGL-Anbieter sich auf Endergebnisse beschränken oder Esport ganz ausklammern. NEO.bet und Bet3000 haben Esport im Angebot, aber mit deutlich weniger Turnieren und Märkten als die internationalen Platzhirsche. Tipico behandelt Esport zurückhaltend — einzelne große Events erscheinen, regelmäßige Ligaspiele bleiben außen vor.

Die GGL-Lizenz schränkt Esport nicht grundsätzlich ein, doch die regulatorische Unsicherheit führt dazu, dass manche Betreiber lieber auf Nummer sicher gehen und nur etablierte Turniere zulassen. Leonbet und 20Bet sind hier freizügiger: Das Esport-Portfolio reicht von Valorant über Rainbow Six bis zu mobilen Titeln wie PUBG Mobile, und die Märkte gehen über Siegwetten hinaus. Regelmäßige Esport-Wetter finden bei den Curaçao-lizenzierten Alternativen mehr Auswahl, zahlen dafür aber mit dem Verzicht auf Chargeback-Schutz und deutschen Rechtsstandard.

US-Sport und Kampfsport

NBA, NFL und NHL sind bei allen zehn Anbietern präsent, allerdings mit unterschiedlicher Marktbreite. Bet365 und Bwin bieten neben Siegwetten auch Über/Unter-Märkte für Punkte, Rebounds, Assists und Teamstatistiken an, während kleinere Anbieter sich auf Spielausgang und Gesamtpunktzahl konzentrieren. UFC-Events werden von allen Anbietern abgedeckt, sobald ein Main-Card-Fight ansteht; kleinere MMA-Ligen wie Bellator oder PFL erscheinen sporadisch, am ehesten noch bei Interwetten, bet365 und den beiden Offshore-Anbietern.

Baseball und American Football leben von Spezialwetten — Innings, Quarters, First-Touchdown-Scorer —, doch diese Märkte bleiben bei GGL-Anbietern oft dünn besetzt. Betano und Merkur Bets decken NBA und NFL solide ab, gehen aber selten über Standardmärkte hinaus. Leonbet und 20Bet punkten hier mit breiteren Handicap- und Prop-Bet-Optionen, was für Wetter mit US-Sport-Fokus relevant sein kann. Boxen findet sich überall bei Titelkämpfen; die Undercard wird meist ignoriert, außer bei bet365 und Bwin, die auch Vorkämpfe mit Quoten versehen.

Großereignisse

Olympische Spiele, Weltmeisterschaften und kontinentale Turniere bringen bei allen Anbietern ein temporär erweitertes Angebot. Während einer Fußball-EM oder WM verdoppelt sich die Anzahl der Märkte pro Spiel, und auch Randsportarten wie Handball, Eishockey oder Basketball rücken in den Vordergrund. Nach dem Event schrumpft das Portfolio wieder, doch der kurzfristige Ausbau zeigt, dass die Infrastruktur für mehr da ist — sie wird nur nicht dauerhaft befüllt.

Tennis-Grand-Slams, Formel 1 und große Radrundfahrten gehören zum Standardprogramm, mit Unterschieden in der Live-Wetten-Dichte. Bet365 und Bwin bieten während Wimbledon oder dem Monaco-GP mehrere Dutzend Live-Märkte an, während kleinere Anbieter sich auf Endergebnis und wenige Zusatzwetten beschränken. Interwetten und Tipico decken diese Events solide ab, ohne in jede Nebenwette einzusteigen. Die Kreditkarte selbst limitiert hier nichts — wer eine hat, kommt an die Großereignisse ran, unabhängig vom Anbieter. Die Frage ist nur, wie tief man in die Märkte einsteigen kann und ob Live-Wetten reibungslos laufen oder an der 3D-Secure-Verzögerung scheitern.

Werden Esport-Wetten bei GGL-lizenzierten Kreditkarten-Buchmachern angeboten?

Ja, aber selektiv. Bet365, Bwin, Interwetten und Betano führen CS:GO, League of Legends und Dota 2 im Programm, meist für große Turniere. Kleinere GGL-Anbieter wie NEO.bet bieten Esport sporadisch an, Merkur Bets und Bet3000 behandeln ihn als Randkategorie. Offshore-Anbieter wie Leonbet decken mehr Titel und Ligen ab.

Live-Wetten per App, neue Anbieter 2026 und die 3D-Secure-Bremse

Live und mobil

Technisch laufen Live-Wetten per Kreditkarte bei allen zehn Anbietern, die Grenze setzt allein die PSD2-Authentifizierung. Beim Nachladen während eines laufenden Spiels vergehen 15 bis 30 Sekunden bis zur 3D-Secure-Freigabe — per SMS, App-Bestätigung oder biometrischem Verfahren, je nach kartenausgebender Bank. In dieser Spanne ändert sich die Quote. Eine Wette auf „nächstes Tor“ bei Quote 3,20 landet nach der Authentifizierung bei 2,80, oder die Annahme wird verweigert, weil das Ereignis inzwischen eingetreten ist. Das Problem trifft lizenzierte und nicht-lizenzierte Anbieter gleichermaßen, weil die Authentifizierungspflicht von der Zahlungsdienstleisterrichtlinie kommt, nicht vom Glücksspielstaatsvertrag.

Die mobile App ändert an der Verzögerung nichts, auch wenn manche Anbieter — bet365 und Bwin etwa — biometrische Freigaben in der Banking-App einbinden, die schneller gehen als SMS-TAN-Verfahren. Die Lösung für reaktionsschnelles Live-Wetten: Guthaben vorladen, bevor das Spiel beginnt. Dann entfällt die Authentifizierung während der Partie. Bei Arbeit mit mehreren GGL-Anbietern ist das LUGAS-Limit relevant: 400 € bei Tipico und 300 € bei bet365 vorgeladen ergeben 700 € Belegung, der Puffer schrumpft auf 300 €. Das gilt nicht für Leonbet und 20Bet — dort zählt das Limit nicht, dafür fehlt jede aufsichtsrechtliche Bremse.

Neue Anbieter und Jahrgang 2026

Neu im Sinne von „gerade lizenziert“ gibt es 2026 im GGL-Markt nicht. Die acht lizenzierten Anbieter arbeiten mit Genehmigungen zwischen 2020 und 2023, Neueintritte in den deutschen Markt beschränken sich auf Rebrandings oder Tochtergesellschaften bestehender Konzerne. NEO.bet ist der jüngste eigenständige Name, die übrigen sind etablierte Marken mit jahrzehntelanger Historie — Tipico seit 2004, Interwetten seit 1990, Bwin seit 1997. Taucht 2026 ein „neuer“ Anbieter mit Kreditkartenakzeptanz auf, steckt dahinter meist ein nicht-lizenzierter Buchmacher wie Leonbet oder 20Bet, der den deutschen Markt ohne GGL-Aufsicht bedient.

Der Wechsel zu einem solchen Anbieter bringt messbar bessere Quoten — Leonbet arbeitet mit einem Quotenschlüssel von 97 bis 98 %, die GGL-Anbieter liegen zwischen 92 und 96 % — und keine Wettsteuer. Auf 1.000 € Umsatz bleiben dort 20 bis 60 € mehr übrig. Dafür entfällt der Chargeback-Schutz: Der BGH hat mit Beschluss XI ZR 515/21 klargestellt, dass Kreditkarteninhaber keine Rückerstattung von der Bank verlangen können, wenn sie an einen nicht-lizenzierten Anbieter gezahlt haben. Eine Einzahlung bei Leonbet oder 20Bet mit späterer Auszahlungsverweigerung lässt den Spieler ohne Rechtsmittel zurück. Die Bestandsmarken — bet365, Tipico, Bwin — bieten Rechtsschutz, OASIS-Sperre und LUGAS-Überwachung, kosten dafür 5,3 % auf jeden Gewinn und deckeln den Monatseinsatz. Eine Empfehlung für die eine oder andere Seite setzt voraus, dass man das eigene Risikoprofil kennt.

Was sich lohnt

  • Guthaben vor Live-Events aufladen, um 3D-Secure-Verzögerungen während der Partie zu vermeiden
  • LUGAS-Saldo über alle GGL-Anbieter hinweg im Blick behalten, wenn man Konten bei mehreren Buchmachern vorab lädt
  • Lizenzierte Anbieter nutzen, wenn Chargeback-Recht und Spielerschutz-Mechanismen wichtiger sind als Quotenvorteil
  • Wettsteuer und Marge in die Bankroll-Rechnung einbeziehen, nicht erst beim Auszahlungsantrag bemerken

Was man lässt

  • Spontane Kreditkarteneinzahlungen während volatiler Live-Phasen, wenn sich Quoten sekündlich ändern
  • LUGAS-Limit durch parallele Einzahlungen bei drei oder vier GGL-Anbietern unbeabsichtigt ausschöpfen
  • Auf bessere Offshore-Quoten setzen, ohne BGH-Beschluss XI ZR 515/21 zum fehlenden Chargeback-Recht gelesen zu haben
  • 5,3 % Wettsteuer aus der Gewinnkalkulation herausrechnen und sich über niedrigere Auszahlung wundern

Funktionieren Kreditkartenzahlungen bei Live-Wetten reibungslos oder verzögert 3D Secure das Ganze?

3D Secure verzögert jede Einzahlung um 15 bis 30 Sekunden, bei Live-Wetten oft zu lang für volatile Quoten. Beim spontanen Nachladen droht eine veränderte Quote oder eine abgelehnte Wette. Guthaben vorladen löst das Problem.

Lohnt es sich, zu einem neuen Kreditkarten-Buchmacher zu wechseln, oder bleiben Bestandsmarken die bessere Wahl?

GGL-lizenzierte „Neue“ gibt es 2026 kaum, die Genehmigungen stammen aus 2020 bis 2023. Offshore-Anbieter bieten bessere Quoten ohne Wettsteuer, aber auch keinen Chargeback-Schutz nach BGH-Urteil. Bestandsmarken sichern Rechtsschutz ab.

Kostenberechnung und Budgetplanung für Sportwetten über eine komplette Saison
Steuer, Limit und Zeitfenster addiert — was nach neun Monaten Bundesliga vom Budget übrig ist

Was Kreditkartenwetten über eine Saison kosten — und was das Limit mit der Bankroll macht

Die Wettsteuer fällt auf jeden einzelnen Schein an, der Quotenschlüssel zieht bei jeder Platzierung einen Anteil ab, und die LUGAS-Obergrenze setzt dem Ganzen eine Decke auf. Über zehn Monate von August bis Mai fallen diese Kosten nicht einmalig an, sie summieren sich mit jedem Wettschein. Ein Rechenbeispiel: 800 € monatlicher Einsatz über zehn Monate Bundesliga-Saison ergeben 8.000 € Gesamtumsatz. Bei 5,3 % Wettsteuer sind das 424 € direkter Abzug, unabhängig vom Wettergebnis. Dazu kommt die Marge des Buchmachers, die sich im Quotenschlüssel versteckt — bei 95 % Quotenschlüssel sind das weitere 400 € mathematischer Nachteil über denselben Umsatz. Zusammen 824 € Reibungsverlust, bevor die erste Prognose überhaupt zutrifft oder scheitert.

Dieser Betrag fließt bei jedem GGL-Anbieter ab, gleichgültig ob bet365, Tipico oder Bwin auf der Karte steht. Der Offshore-Buchmacher verzichtet auf die Steuer und arbeitet oft mit schmalerer Marge, was über dieselben 8.000 € etwa 320 € an impliziten Kosten bedeutet. Die Differenz von gut 500 € ist der Preis für Rechtsschutz, OASIS-Sperre und Chargeback-Anspruch — Mechanismen, die bei Leonbet oder 20Bet schlicht nicht existieren. Eine Saison lang auf die GGL-Lizenz zu setzen kostet diese Differenz in bar, sichert im Gegenzug aber die Auszahlung und einen Hebel gegenüber der Bank, falls etwas schiefgeht.

Das LUGAS-Limit von 1.000 € pro Monat über alle Anbieter hinweg zwingt zur Aufteilung der Bankroll auf mehrere Konten, selbst wenn nur ein Buchmacher bevorzugt würde. Bei einem Start mit 1.200 € Bankroll, verteilt auf drei Monate, sind höchstens 1.000 € pro Monat einzahlbar — der Rest bleibt ungenutzt auf der Kreditkarte liegen. Das funktioniert bei konservativer Einsatzstrategie mit 2–3 % Bankroll pro Wette, wird aber zum Problem bei aggressiveren Systemen oder bei Live-Wetten mit schneller Rotation. Ein Spieler, der 50 € pro Wette setzt und zweimal täglich tippt, erreicht die 1.000 € Monatsgrenze in zehn Tagen. Die restlichen zwanzig Tage der Periode sind damit blockiert, es sei denn, er lässt Gewinne unangetastet im Wettkonto stehen und wettet ausschließlich aus dem Guthaben weiter.

Das Limit wirkt asymmetrisch: Verluste lassen sich nicht durch Nachschuss ausgleichen. Gewinne schaffen keinen Auszahlungsanreiz, weil die nächste Einzahlung ohnehin gedeckelt ist. Das Wettkonto wird so zur Zwangssparkasse, und die ursprüngliche Bankroll-Planung verschiebt sich von der Kreditkarte auf die Verteilung über Tipico, bet365 und Interwetten gleichzeitig. Drei Konten à 330 € statt ein Hauptkonto mit 1.000 € — keine technische Hürde, aber ein Verwaltungsaufwand, der bei Offshore-Anbietern entfällt. Dort existiert kein LUGAS-Abgleich, die Kreditkarte wird nur durch das eigene Limit und das des Buchmachers begrenzt.

Über eine volle Saison entscheidet nicht die Karte selbst, sondern das regulatorische Gerüst dahinter. Die Kreditkarte ist überall gleich schnell, überall mit 3D Secure versehen, überall auf denselben Namen lautend. Der Unterschied liegt in den 5,3 %, die bei jedem GGL-Schein abfließen, und in den 1.000 €, die pro Monat die Obergrenze setzen. Akzeptanz dieser Bedingungen führt zur Bankroll-Planung auf zehn Monate mit acht bis neun Einzahlungen und zur Einrechnung der Steuer als festen Posten. Die Umgehung verlangt den Wechsel zu Leonbet oder 20Bet — bei gleichzeitigem Verzicht auf Chargeback und Rechtsweg. Beides ist eine Rechnung, keine Präferenz — und nach zehn Monaten steht das Ergebnis in der Kontoübersicht, nicht im Werbetext.

↑